Dienstag, 30. März 2010

Rom etc.





Leider hatten wir nach Pompeji keine Internetverbindung mehr auf den Camping- und Stellplätzen, die wir besuchten (Internet? Ja, morgen, vielleicht, domani....), deshalb hier die gesammelten Rom-Eindrücke auf einen Schlag:


Rom I /15.03.10
Auf unserem Weg nach Rom machten wir zunächst Halt in Castelgandolfo, bummelten durch die mittelalterliche Altstadt, warfen einen Blick auf den Albaner See und fuhren dann weiter zum Stellplatz auf der Via Casilina in Rom, denn der von uns ausgesuchte Campingplatz Flaminio öffnet nach der Winterpause erst morgen wieder. Also verbrachten wir hier die Nacht und fuhren dann Montag morgen zu dem Campingplatz (nicht ohne vorher noch eine längere Unterhaltung mit Anke und Frank aus Reichelsheim gehabt zu haben, die hier auch Halt machten - die beiden waren auf dem Rückweg von einer traumhaften Wohnmobiltour - 6 Monate Deutschland - Türkei - Iran - Oman - und wir hätten den Erzählungen gerne noch weiter zugehört, aber wir mussten ja auch weiter, genau wie die beiden).
Um die Mittagszeit dann stand der erste Stadtbummel in Rom an, Piazza del Popolo, Spanische Treppe und Fontana di Trevi - und wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, ich hätte nicht geglaubt, dass sich hier so viele Menschen knubbeln ...

Rom II/16.03.10
Heute begannen wir den Tag mit einer Stadtrundfahrt, die natürlich an allen Sehenswürdigkeiten vorbei führte. Danach weiter zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch beim Hard Rock Café schauten wir vorbei, sowie beim “Bocca della Verità”.
Rom vermittelt uns vor allem einen nachhaltigen Eindruck: es ist hier laut, voll und unverschämt (das Benehmen ebenso wie die Preise), schade, aber noch ist Zeit, dass dieser Eindruck einem besseren weichen kann... Morgen geht unsere Stadtbesichtigung ja weiter.

Rom III/17.03.10
So langsam versöhnen wir uns mit dieser Stadt - heute fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein zunächst mit dem Stadtrundfahrtbus an den Caracalla-Thermen vorbei über die Via Appia und wieder zurück. Am Bocca della Verità stiegen wir aus und wanderten zur Tiber-Insel hinüber. Weiter ohne Stadtplan einfach ziellos durch diese Stadt, und heute war der Eindruck schon ein ganz anderer - viel besser. Wir mieden einfach die überlaufenen Touristen-Hotspots und gingen durch kleine Gäßchen, landeten unversehens im jüdischen Viertel, entdeckten prachtvolle Häuser mit wunderbaren Wandgemälden und spazierten schließlich noch durch den Park bei der Villa Borghese. Von hier oben, mit Blick auf den Piazza del Popolo und über die Dächer der Stadt, gefällt sie uns dann doch wieder sehr gut ....

Rom IV/18.03.10
Heute war dann noch einmal eine Touri-Hochburg an der Reihe: der Petersdom! So viel Pracht und Reichtum in einer Kirche, es ist schon überaus beeindruckend, der eigentlich danach geplante Rundgang durch die vatikanischen Museen mit der Besichtigung der Sixtinischen Kapelle fiel dann für uns aber flach, da die Schlange vor dem Eingang einfach zu lang war, um hier den größten Teil des restlichen Tages zu verbringen, das sparen wir uns dann für den nächsten Rom-Besuch auf. Wir spazierten einfach weiter durch die Stadt, bis zur Engelsburg, stiegen hier bis zum schwerttragenden Engel hinauf, genossen die Aussicht und wanderten weiter zur Piazza Navona, die uns ausnehmend gut gefiel sowie zum nicht weit entfernten Pantheon.


Dieser Tag hat uns Rom doch noch etwas näher gebracht, so dass wir einen weiteren Besuch in dieser Stadt nicht kategorisch ausschließen.

Danach führte unser Weg nur immer weiter wieder nach Norden, durch die Toskana, die Schweiz, diesmal nicht über unsere gewohnte Strecke, den Gotthard, sondern zur Abwechslung mal den San Bernardino, vorbei am Bodensee, natürlich mußte der obligatorische Abstecher zu unseren Freunden in Ottmaring sein (war ja schließlich ein Geburtstag zu feiern, und so jung kommen wir ja nicht wieder zusammen....). Und nach 3 Wochen mit vielen schönen Erlebnissen, Eindrücken und Erinnerungen für uns und genau 4.079 km mehr auf dem Tacho der roten Meta kamen wir wieder daheim an.

Und nach der Reise ist schließlich vor der Reise ......

Samstag, 13. März 2010

Am Rande des Abgrunds






Gestern sind wir über die Sorrentinische Halbinsel gefahren, bis ganz zur Spitze, so dass wir wunderschöne Aussichtspunkte an der Steilküste genossen und schließlich Blick auf Capri hatten. Unser Navi ist ja sehr zuverlässig, aber wir müssen ihm dann doch bei Gelegenheit mal die Breite unseres Fahrzeugs mitteilen, wir wurden nämlich durch schmale und schmalste Dörfer und Gäßchen gelotst. Der einheimische Gegenverkehr ist hier einiges gewohnt, und so wurden dann einfach schnell mal die Spiegel eingeklappt, damit wir aneinander vorbei passten. Dass eine Straße wegen Bauarbeiten gesperrt war, konnte das Navi nicht wissen, und so standen wir plötzlich in einer Sackgasse. Einer der Bauarbeiter war jedoch so nett, und half uns beim Wenden und so ging es bald weiter in die richtige Richtung....
Zum Tagesabschluss fuhren wir dann noch hoch auf den Vesuv, zum Glück war es um diese Uhrzeit dort ganz leer gefegt, die steile Serpentinenstraße hätten wir nicht auch noch mit Gegenverkehr hochfahren wollen. Oben angekommen, bot sich uns ein atemberaubender Blick auf das beleuchtete Neapel - leider sind die Fotos nicht so gut geworden, aber wir haben es ja mit eigenen Augen gesehen.
Und um dann auch noch den Vesuv und vor allem seinen Krater bei Tageslicht zu sehen, stiegen wir heute morgen in den Linienbus und fuhren nochmal auf den Wanderparkplatz am Berg. Von hier aus ging es steil zu Fuß hoch bis zum Kraterrand und noch ein Stück am Rand entlang. Die Sonne schien, aber die Schneereste halten sich hier oben noch hartnäckig. Dass der Vesuv durchaus nur schläft und nicht etwa ganz erloschen ist, konnten wir an den Rauchfähnchen sehen, die überall im Krater empor stiegen.
Morgen geht es wieder nach Norden, unser nächstes größeres Ziel ist dann Rom!

Donnerstag, 11. März 2010

O mia bella Napoli





Der Bahnhof von Pompeji ist genau wie die Ausgrabungsstätten nur einen Steinwurf von unserem “Campeggio Zeus” entfernt (und hatten wir in Australien “Camping under Koalas”, dann ist das hier “Camping under Oranges”, wir stehen nämlich mitten in einem Orangenhain, die Bäume rund um unser Womo hängen voll mit Orangen und auch Zitronen). So machten wir uns also heute morgen per Bahn auf nach Neapel. Am Bahnhof an der Piazza Garibaldi (mit Statue des gleichnamigen Herrn) umfing uns direkt das pralle neapolitanische Leben, Menschen über Menschen, und ein Stück weiter in Richtung Hafen sahen wir dann Stadtteile, die nicht unbedingt als schön zu bezeichnen wären. Hinter dem Castel Nuovo jedoch, rund um die Galeria Umberto, gefiel es uns dann aber ausgesprochen gut: winzige, malerische Gäßchen, natürlich jeder Balkon (und den gibt es fast vor jedem Fenster) voll mit Wäsche, Gemüse- und Obstkisten vor den Läden, eine Schneiderei im Souterrain eines Hauses (ich durfte die Herren Schneider bei der Arbeit fotografieren), das pralle Leben eben.
Wir fanden zur Mittagszeit eine nette kleine Pizzeria, auch im Souterrain gelegen, wo ich dann eine original neapolitanische Pizza Margherita bekam (mit Büffelmozzarella, sehr lecker) und Stefan hausgemachte Nudeln mit Venusmuscheln.
So gestärkt wanderten wir weiter durch die wuselige Stadt - lernten bald, dass Ampeln nur Straßenschmuck darstellen, keinesfalls aber verkehrsregelnd wirken und gingen dann auch, genau wie die anderen, einfach durch die Auto- und Vespaschwärme hindurch über die Straßen, egal ob die Fußgängerampel rot oder grün oder gar nichts anzeigte....
An den Auslagen der Geschäfte sehen wir auch, dass bald Ostern ist - das Osterei auf dem Foto oben links gefiel uns gut, aber wir nahmen es nicht mit, erstens war es uns teuer (380,00 Euro) und zweitens wäre es so schwer zu verstecken gewesen....
Da unsere Tageskarte der Bahn auch für die Busse in Neapel gültig war, nahmen wir noch den Bus, um wieder zur Piazza Garibaldi zurückzukehren, und schließlich saßen wir wieder in unserem Zug zurück nach Pompeji.

Mittwoch, 10. März 2010

Zurück in die Vergangenheit ....




... kann man natürlich in Italien an vielerlei Stellen, wir aber begegneten heute der Geschichte in Form der Ruinen von Pompei. Im Jahre 79 n. Chr. brach der Vesuv aus und begrub diese Stadt unter einer 7 m dicken Ascheschicht. Und jetzt kommt sie so langsam immer mehr wieder ans Tageslicht. Wir hatten erwartet, ein paar Ruinen zu sehen, gut und weniger gut erhaltene, nicht vorbereitet waren wir darauf, dass hier eine Großstadt wieder ausgegraben wird. Die Ausgrabungsstätte ist dermaßen riesig, dass wir uns zwischen einem 2-, 4- und sogar 6-stündigen Rundgang entscheiden konnten. Schließlich sind es sogar die 6 Stunden geworden. Spannend zu sehen, wie genau man die Häuser und die einzelnen Zimmer, von der Küche bis zum Schlaf- oder Arbeitsraum wieder erkennen kann, erstaunlich, wie gut die Wandmalereien oder die Bodenmosaike erhalten sind.
Auch Akino hatte seinen Spaß und einer der hier wild lebenden Hunde wollte sich gar nicht mehr von ihm trennen....

Dienstag, 9. März 2010

Wir sind schon weit im Süden ....






Diesmal beginnt unsere Reise an der Festung Ehrenbreitstein und am “Deutschen Eck” in Koblenz. Wir holten zunächst Flo in Vallendar ab und fuhren zur Festung, deren Besuch im Moment jedoch nicht empfohlen werden kann, da alles, aber auch wirklich alles unter einem Bauzaun verborgen ist, um im nächsten Jahr zur Bundesgartenschau dann wieder zu glänzen. Wir fanden danach direkt am Rhein in Koblenz noch einen Parkplatz für unser Womo. Ein kurzer Spaziergang zum Kaiser-Denkmal und dem Punkt, wo die Mosel in den Rhein fließt und durch die Stadt Koblenz schloss sich an. Auch hier möchten wir eher abraten, denn es wird genauso auf die Bundesgartenschau hin gearbeitet, so dass man vor lauter Absperrungen und Bauzäunen kaum zum Deutschen Eck hin findet.
Nachdem wir Flo wieder in Vallendar abgesetzt hatten, rollten wir noch weiter bis nach Freiburg, wo wir dann erst mal Pause machten und auf einem schönen Stellplatz übernachteten.
Am Freitag dann lief es problemlos weiter bis Mailand, hier wurde Feierabend- und Wochenendverkehr mit einem Unfall kombiniert, so dass wir ca. 2 Stunden im Stau standen. Aber wir erreichten dennoch am Abend Bologna, dessen Besichtigung wir uns für den Samstag vorgenommen hatten.
Am nächsten Morgen dann fuhren wir mit dem Bus direkt vor dem Campingplatz ab und bis zum Bahnhof (wo wir dann Akino schnell wieder den Maulkorb abnahmen, den er im Bus tragen musste ....). Die Flyer der Touristeninfo leiteten uns auf einen Spaziergang durch die wirklich sehenswerte Stadt, natürlich bestiegen wir auch den Torre Asinelli (498 Stufen) und genossen den Ausblick von dort oben - und Akino lief mit bis oben und auch wieder runter - unser Hund ist einfach perfekt!!
Immer weiter spazierten wir durch die Stadt, auch über den Markt, der heute aufgebaut war, und wegen des schönen Wetters und weil Samstag war, war die Stadt sehr voll.
Mit dem Bus ging es auch wieder zurück zum Platz,
Am nächsten Morgen fuhren wir dann weiter Richtung Süden, bis zum Lago Trasimeno trug uns unser Womo - wir fuhren den Stellplatz in Passignano an und standen dort in der ersten Reihe - mit Blick auf den Yachthafen und den See!
Die Sonne schien und wir machten einen ausgedehnten Spaziergang am Seeufer entlang und zu der hoch oben gelegenen Festung, wieder mit tollem Ausblick auf den See und die Landschaft ringsum..
Am nächsten Morgen entschieden wir uns wieder (wie am Tag zuvor) nicht über die Autobahn, sondern über Landstraßen weiter zu fahren - bis wir unseren Zielort Orvieto erreichten. Ein phantastischer Stellplatz direkt in der Nähe der Seilbahn, die in das auf einem Berg gelegene Örtchen führt, erwartete uns und so machten wir uns auch gleich auf den Weg. Orvieto ist ein zauberhafter kleiner Ort (die schönste Stadt Umbriens lt. Reiseführer) mit einem Dom, den wir dort wirklich nicht erwartet hätten. Riesig und mit einer verschwenderisch verzierten, ausnehmend schönen Fassade, wie schon in toskanischen Städten gesehen, außen mit schwarz-weißem Marmor verkleidet.
Schließlich besuchten wir auch den “Orvieto Underground”, ein Höhlensystem, das die Bewohner vor Jahrhunderten in den Tuffstein gegraben haben, und das sie als Arbeitsstätten und Lagerräume nutzten.
Heute morgen dann hieß es wieder: weiter nach Süden - an Rom vorbei bis Pompeji, hier wollen wir morgen die antiken Ausgrabungen besichtigen.

Mittwoch, 3. März 2010

Wieder unterwegs....

... nach dem langen, überwiegend weißen Winter sehnen wir uns jetzt nach etwas Wärme - mit dem Flieger wär das ja schnell geschafft, aber wir holen lieber unsere "rote Meta" aus dem Winterschlaf und machen uns auf in Richtung Süden!