Mittwoch, 29. Februar 2012

Kalifenpalast







Gestern führte uns der Weg von Cordoba nach Granada durch “Olivenland”! Rechts und links der Straße Olivenbäume, soweit das Auge reichte!
Am Campingplatz angekommen, ließen wir an der Rezeption direkt die Eintrittskarten für die Alhambra reservieren, angesichts der vielen Menschen, die täglich hier hinein wollen, ist das schon ratsam.
Heute morgen dann fuhren wir mit dem Bus zunächst nach Granada, um dann in die Linie 13 umzusteigen (als unser Bus ankam, sahen wir gerade noch die Rücklichter :-( und mussten dann 40 Minuten auf den nächsten Bus warten), die uns hoch zur Alhambra brachte. Zum Glück waren die Schlangen an den Ticketschaltern nicht so lang, wir konnten ohnehin die kürzere nehmen, wir hatten ja reservierte Tickets. Mehrfach wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass man nur ja pünktlich um die bestellte Uhrzeit am Eingang zu den Palästen sein sollte, sonst würden die Karten verfallen!
Aber erstmal muss man durch die Parks wandern, um überhaupt in die Nähe der Bauwerke zu kommen. Wir hatten noch genug Zeit, uns erstmal etwas umzuschauen. Jeweils zu den Einlasszeiten wurde das Menschenknäuel vor dem Eingang der Nasriden-Paläste immer größer. Schließlich war es auch für uns Zeit, sich in die Warteschlange einzureihen, um 12 Uhr waren wir an der Reihe (zum Glück ist wohl zu dieser Jahreszeit der Andrang nicht ganz so groß, ich denke, dass das Gedränge hier an manchen Tagen noch viel schlimmer sein wird, und für heute hätten wir wohl auch nicht reservieren müssen, es waren noch genug Karten zu bekommen, aber sicher ist sicher.....)
Sehr fremdartig und beeindruckend sind diese Paläste, überreich ausgestattet mit winzigsten Ornamenten, bunten Kacheln, prächtigen Säulenhallen, Innenhöfen mit Springbrunnen, Wasserläufen und Bäumen. Zwischen den vielen Reisegruppen, Schulklassen  und Einzelreisenden wie wir schoben wir uns durch diese ganze Pracht. Wenn man bedenkt, dass heute ja eher “wenig” Menschen hier zur Besichtigung waren, ist die generalstabsmäßige Planung der Zutrittszeiten schon angebracht.
Nach dem Palastbesuch verbrachten wir noch einige Zeit in den Gärten, um dann wieder den Bus zum Campingplatz in La Zubia zu besteigen.
In Granada sahen wir dann noch mal eine wartende Menschenmenge: Die Firma Telepizza hatte den heutigen 29. Februar zum “Tag der Pizza” ausgerufen und verkaufte diese daraufhin für einen Euro - das wollten sich unglaublich viele Menschen nicht entgehen lassen - wir schon!

Montag, 27. Februar 2012

Gelungene Integration in Cordoba und "Lentijas con Chorizo"





Hier am Campingplatz in Cordoba gefällt uns vor allem seine Lage: man kann zu Fuß in die Innenstadt laufen, das nützt natürlich unserem Akino, denn in den öffentlichen Verkehrsmitteln hier in Spanien dürfen Hunde ja nicht mitfahren. Also haben wir uns nach unserer Ankunft gestern mittag erstmal einen Eindruck von der Stadt verschafft, indem wir einfach so drauflos spazierten, ohne Fotoapparat, aber mit Hund. Die Stadt war sonntäglich ruhig, also war unser Motto ohnehin: nur gucken, nicht anfassen!
Heute morgen dann brachen wir dann zu einem Touristenrundgang auf, Akino bewachte derweil das Womo ;-). Ziel war erst einmal das früher jüdische Viertel, Juderia, ein hübscher Stadtteil mit engen winkeligen Gäßchen, jeder Menge Andenkenläden, Restaurants und Tapas-Bars. Nachdem wir uns  hier ein wenig umgesehen hatten, kamen wir automatisch zum Highlight von Cordoba: der Mezquita! Ab dem 8. Jh. als 19schiffiges moslemisches Gotteshaus mit 860 Säulen im Inneren errichtet, wurde dann von Karl V. nach der christlichen Eroberung ab 1236 eine barocke Kathedrale in die Moschee integriert. Und diese Integration ist wirklich überaus gelungen. Eine imposante christliche Kirche fügt sich hier vollkommen zwischen die maurischen Säulen der Moschee, der Eindruck ist überwältigend! Wenn man z. B. in Köln diese Idee aufgegriffen und in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt hätte, dann wär die neue Moschee quasi um den Dom herum gebaut worden.....;-)
Nachdem wir bestimmt eine Dreiviertelstunde lang durch dieses gigantische Doppel-Bauwerk gegangen waren (und eigentlich lange noch nicht alles gesehen hatten), wurde es uns im Innern doch etwas kühl, also setzten wir draußen unsere Stadtbesichtigung fort, weiter ging es zur römischen Brücke, früher Teil der Via Augusta,  über den Guadalquivir, wo die Sonne und die herrschenden 26° uns wieder aufwärmten. Der Stadtbummel war noch nicht vorbei, aber den Eindruck der Mezquita konnte nun nichts mehr übertreffen.
Zurück am Womo brauchten wir dann eine Stärkung (nichts zum Aufwärmen, die Temperaturen verlangten nicht unbedingt nach diesem Eintopf), es gab Lentijas con Chorizo, Linsensuppe !

Samstag, 25. Februar 2012

Sevilla und Paella

Der Bus der Linie 132 brachte uns in 20 Minuten bis zur Stadtmitte Sevillas, der Plaza de Espana. Um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, bestiegen wir aber zunächst am  Torre del Oro, am Ufer des Guadalquivir, einen Sightseeingbus, der uns eine Stunde lang an den Sehenswürdigkeiten von Sevilla vorbeichauffierte. Danach besorgten wir uns einen Stadtplan und liefen auf eigene Faust ein wenig durch die Stadt. Absolut super war dann der Rundgang durch den Stadtteil Triana mit unserer Reiseführerin Marie, durch die engen Gässchen, wo früher die Keramikhandwerker arbeiteten (leider sind nur noch zwei übrig, die ihre handgefertigten Keramikarbeiten dort verkaufen), die Markthalle mit ihrem wunderbaren Angebot an Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, vorbei an herrlichen kleinen Tapas-Bars, bis dieser Rundgang schließlich wieder am Ufer des Guadalquivir endete.
Wir konnten aber nicht wieder aus Sevilla abfahren, ohne noch die riesige Plaza de Espana zu  besichtigen, ein eindrucksvolles Bauwerk mit ebensolchem Platz davor, frisch restauriert und wirklich beeindruckend.
Sevilla kommt zweifelsfrei mit auf die Liste der Städte, die wir gerne noch einmal besuchen wollen, dann aber mit etwas mehr Zeit!
Am Campingplatz machte sich dann der auf dieser Tour erstmals mitgeführte MRI nützlich (winke winke rüber in den Virus Culinarius!!) - wir kochten darin eine phantastische Paella, mit Huhn, Tintenfisch, Muscheln, Zwiebeln, Paprika, Tomaten und natürlich Reis, es war super lecker ;-)  !!



Freitag, 24. Februar 2012

Jerez de la Frontera



Heute verließen wir Gibraltar wieder und fuhren zunächst das kurze Stück bis Jerez de la Frontera, wo wir etwas über die Sherry-Herstellung lernen wollten. Das Haus Sandemann war auch nicht schwer zu finden, genau wie ein Parkplatz unter einem Orangenbaum, und so standen wir dann neben den alten Eichenfässern, in denen der Sherry reift. Claudia, gekleidet in den bekannten portugiesischen Umhang und den spanischen Sombrero (beides bekannt aus dem Sandemann-Logo), erklärte uns in perfektem Deutsch (kein Kunststück, sie ist Deutsche....) den Weg von der Traube bis zum Fino, Medium oder Cream Sherry. Nach dieser informativen Tour (wunderbar, wir waren eine Mini-Gruppe von drei Leuten ....) gab es noch eine Verkostung dieser drei bekannten Sorten, dazu gab es leckere Tapas, und dann konnten wir natürlich im Shop den Sherry kaufen.
Die Stadt Jerez selbst macht auf uns ebenfalls einen guten Eindruck, die Zeit reichte aber nur für einen kurzen Spaziergang und eine kleine Rundfahrt mit dem Womo, wir hoffen sehr, dass unser Weg nochmal in diese Region führen wird, dann planen wir mehr Zeit für Jerez ein.
So geht es für uns jetzt weiter, morgen wollen wir uns Sevilla ansehen.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Auf dem Affenfelsen




Nachdem wir ja gestern nur den unteren Teil von Gibraltar gesehen haben, ging es heute mit der Seilbahn hoch auf den Affenfelsen. Kaum aus der Gondel gestiegen, empfing uns auch schon der erste der doch recht großen Äffchen, und seine Kollegen turnten ebenfalls munter durch die Bergstation der Seilbahn. Nach einem kurzen Vortrag über die britische Geschichte des Felsens wanderten wir durch das Gebiet, in dem die Affen wild leben (naja, sie werden schon gefüttert, damit sie schön da bleiben, für Touristen ist aber Füttern der Tiere strengstens verboten) man soll sie auch bloß nicht anfassen, weil sie beißen.... aber was macht man, wenn einem so ein Äffchen auf die Schulter springt - ganz ohne Füttern o. ä.? Man läßt sich fotografieren und wartet, bis der Affe wieder     das Weite sucht.
Zu sehen gab es hier oben aber nicht nur Affen, auch eine wunderschöne große Tropfsteinhöhle, St. Michael`s Cave, und auf der anderen Seite der Bergstation, ca. 1,5 Std. Fußmarsch entfernt, einen Tunnel, der während der großen Belagerung im 18. Jahrhundert gegraben und im zweiten Weltkrieg noch erweitert wurde. Außerdem noch eine maurische Festung. Wir hatten nur die Bergfahrt gebucht, und so wanderten wir insgesamt ca. 4 Stunden, bis wir wieder unten waren, bei dem extremen Wind heute war das auch genug!
Und von Gibraltar haben wir jetzt zwar lange noch nicht alles, aber dann doch genug gesehen, deswegen geht die Fahrt morgen wieder weiter!        

Mittwoch, 22. Februar 2012

Malaga und - Gibraltar!!






Bisher waren wir ja auf unserem Weg nach Süden schon durch endlose Orangen- und Zitronenplantagen gefahren (besonders natürlich in der Gegend von Valencia), auch große Olivenhaine waren immer wieder zu sehen, aber hier in der Gegend von Almeria ist der Obst- und Gemüseanbau schon drastisch anders - alles ist in Plastik verpackt! Riesige Gewächshäuser sind so ausgedehnt aufgebaut, dass kein Fleckchen Erde mehr dazwischen frei bleibt, die gesamte Landschaft ist quasi Christo-mäßig verhüllt! Zum Meer hin erkennt man ab und zu ein kleines Fischerdörfchen, auch größere Ansiedlungen, aber ansonsten Plastik soweit das Auge reicht, selbst in den höher gelegenen Regionen ist das winzigste Plateau mit weißen Kunststoffdächern bedeckt, irgendwie macht das keinen Appetit auf frisches Gemüse.....
In Malaga dann machten wir eine kleine Stadtrundfahrt mit unserem Womo und fuhren dann hinauf zum Castillo de Gibralfaro, von wo aus wir herrliche Aussicht auf die Stadt, den Hafen und die Umgebung hatten. Leider durfte Akino nicht mit ins Castillo, da das Womo aber im Schatten stand, konnte er es dort gut aushalten.
Schließlich hatten wir auch alles gesehen und fuhren weiter zum Übernachtungsplatz in der Gegend von Marbella.

Heute morgen ging es weiter in Richtung Gibraltar, wir kamen mittags dort an, stellten das Womo auf einem großen Parkplatz ab, auf dem schon viele andere Womos standen, und machten uns auf den Weg über die Grenze nach Gibraltar. Zunächst muss man zu Fuß das Rollfeld des Flughafens von Gibraltar überqueren (zum Glück wird abgesperrt, wenn eine Maschine starten oder landen will ....), dann erreicht man schon die Bushaltestelle, und dort stiegen wir in die Linie 2, die uns erstmal eine (kostenlose!) Rundfahrt bis zum Europa Point bzw. dem Leuchtturm bot.
Zurück in der Stadtmitte haben wir dann Fish & Chips gegessen, es ist absolut unglaublich, wie sehr britisch es hier ist! Die roten Telefonhäuschen sind da, ebenso die Briefkästen, das Essen haben wir in einem ziemlich authentischen Pub genossen, und bezahlt wird natürlich in Pfund - zum Glück wird auch Euro akzeptiert, umgetauscht haben wir nämlich nichts.

Heute bleiben wir noch hier, mal sehen, wie morgen die britische Besichtigungstour während unserer Spanienreise weitergeht! ;-)

Montag, 20. Februar 2012

Diesmal - Spanien!






So, nachdem nun der heute angesteuerte Platz eine zuverlässige und kostenlose :) Internetverbindung hat, komme ich endlich mal dazu, hier weiter zu schreiben....
Aber von Anfang an:
Am Donnerstag starteten wir bei nieseliger Kälte in Richtung Luxemburg und erreichten am Abend einen wunderhübschen Stellplatz in einem kleinen Städtchen südlich von Dijon (den hatte ich auf der wunderbaren holländischen Camperseite gefunden, nachdem wir bei einem an der Autobahn gelegenen McDoof einen Kaffee getrunken und ich schnell ins Internet gegangen war). Am nächsten Morgen ging es weiter durch ein februargraues Frankreich mit mistelbetupften Winterbäumen, so schön es hier ist, im Moment möchten wir doch lieber weiter Richtung Süden fahren.
Im vor kurzer Zeit gekauften Promobil-Tourenbuch für Frankreich und Spanien wurde dann ein für uns bequem zu erreichender Stellplatz in Fortia angegeben, den wir ansteuerten. Der Stellplatz entpuppte sich als Acker inmitten heruntergekommener Häuser und war mit einem Schild versehen: geschlossen! Na toll! Also den Campingführer gewälzt und einen Platz in Blanes herausgesucht, der noch in Reichweite lag. Es war zwar schon dunkel, als wir in Blanes ankamen, aber wir fanden den Platz - wurden jedoch davor von einem weißen Auto überholt und quasi ausgebremst. Es schossen uns schon alle möglichen Raub-Variationen durch den Kopf, dann stellte sich aber heraus, es war der Betreiber eines anderen Campingplatzes am Ort, der uns abwerben wollte, weil sein Platz doch noch preiswerter sei und direkt am Meer läge. Also folgten wir dem (vertrauenswürdig aussehenden Mann) und landeten auf einem wirklich schönen, preiswerten Platz, wo wir eine ruhige Nacht verbringen konnten.
Am nächsten Morgen führte der Weg uns weiter Richtung Süden bis zur Costa Blanca, nach Benidorm. Diese spanische Mittelmeerküste hier ist komplett einbetoniert, nichtsdestotrotz verbringen unglaublich viele Menschen ihren Urlaub hier. Benidorms Skyline kann problemlos mit der einer US-Großstadt konkurrieren.... Der Platz war in Ordnung, aber ein längerer Aufenthalt hier wär für uns nicht unbedingt erstrebenswert.
Wir fuhren dann weiter bis Murcia, in diesem hübschen Städtchen hielten wir für eine Stadtbesichtigung. Da Sonntag ist und die Geschäfte größtenteils geschlossen, hatten wir das Glück mitten in Murcia einen Parkplatz zu finden. Wir wanderten bei strahlendem Sonnenschein (es wurde richtig heiß) durch die Stadt und besichtigten u. a. die Kathedrale und das vor kurzer Zeit renovierte Casino. Nein, kein Spielpalast, sondern ein mit maurischen und Jugendstil-Elementen versehenes sehr schönes Haus, wo Gesellschaften stattfinden können, im Lesesaal geschmökert, im Ballsaal getanzt und im Billardraum gespielt werden kann.
Für heute abend haben wir einen Campingplatz im Naturpark Cabo de Gata-Nijar ausgesucht, nach all den Bausünden unterwegs und den unendlichen Plastikgewächshäusern hier in der Gegend eine wirkliche Oase. Und weil es hier so schön ist (einen Spaziergang zum Strand haben wir schon gemacht, Akino hatte viel Spaß), bleiben wir morgen auch noch hier und unternehmen eine Wanderung durch den Naturpark , ehe wir übermorgen wieder weiter fahren.

Nachtrag: Die Internetverbindung hat erst heute geklappt, also melde ich mich jetzt nach der wunderbaren Wanderung über Klippen und steile Berge, am Strand entlang bis hin zum Örtchen Isleta de Moro. Die Sonne hat uns zuverlässig begleitet, nach drei Stunden Fußmarsch verbrachten wir dann noch einen faulen Nachmittag am Platz, morgen geht es weiter Richtung Malaga!