Samstag, 26. Mai 2012

Mal wieder online!

Die Insel ist in weiten Teilen noch sehr ursprünglich, und genau in diesen ursprünglichen Gegenden sind wir unterwegs - mit der Folge, dass eine Internetverbindung höchst selten möglich ist.... Also kommt heute eine Zusammenfassung der vergangenen eineinhalb Wochen.
Die Verantwortlichen von Grokell-Tours legen viel Wert darauf, dass die Reise auch wirklich ein Abenteuer wird, wenn  dies nicht automatisch passiert, dann helfen sie eben etwas nach ;)
Und so kam es, dass wir in den letzten Tagen stürmisches Regenwetter überstehen mussten (zum Glück sind wir ja nicht mit dem Zelt unterwegs!), diverse Male gegen die Einbahnstraße in winzigsten und engsten sardischen Dörfchen fahren konnten, schmale Feldwege mit riesigen Schlaglöchern zu bewältigen hatten, typisch sardische Gerichte probieren durften (wunderbar, Bottarga: Rogen von der Meeräsche, gepresst, getrocknet und dann über Spaghetti gerieben, ein Glas davon liegt schon bei den Souvenirs im Womo) und vieles mehr.
Die Neptungrotte bei Alghero war leider wegen zu hoher Wellen geschlossen, aber die dorthin führenden 656 Stufen am Felshang hatten wir schon zu einem Großteil bewältigt, ehe diese Information an uns weitergegeben wurde...


Wir bekamen Bären und Elefanten zu sehen - allerdings nur als von der Natur geschaffene Felsformation...
In Sassari hatten wir das Glück, pünktlich zur Cavalcata Sarda in diesem Ort zu sein, ein Umzug mit Pferden und Fußgruppen in verschiedenen sardischen Trachten von der ganzen Insel.


Von unserem Campingplatz in der Nähe von Oristano dann machten wir eine ca. 30 km lange Radtour nach Tharros, einer Ausgrabungsstätte, wo man die Reste einer Römerstadt besichtigen kann. Nicht weit davon entfernt ist das kleine Örtchen San Salvatore, es wurde in den 60er Jahren als Kulisse für einige Italo-Western genutzt, und dies kann man sich auch noch gut vorstellen, wenn man dort zwischen den kleinen Häuschen im Staub steht!


Die Flamingos, die in der Nähe von Putzu Idu leben, zeigten sich uns nur im Flug, aber wenigstens haben wir einige davon gesehen.
Umso schöner ist es, dass wir jetzt an unserem Campingplatz in der Bucht von Is Arenas im Eukalyptusbaum (doch, wir sind auf Sardinien und nicht in Australien...) eine Spechtfamilie wohnen haben, nicht mal fünf Meter von unserem Womo entfernt, wirklich nette Nachbarn!

Mittwoch, 16. Mai 2012

Sardinien mit GroKell-Abenteuer-Tours

Wieder unterwegs!! Nach dem Abstecher zu unseren Freunden in der Nähe von Augsburg (waren wieder wunderschöne Tage mit Euch !! Danke für die Augsburger Puppenkiste, endlich hat es geklappt :)) trafen wir uns mit Eddie und Ruth von GroKell-Abenteuer-Tours auf der Autobahn Richtung Süden. Und ja - schon die Anfahrt zum Fährhafen Livorno war ein Abenteuer ;) ! Wir besuchten nicht nur die Via-Mala-Schlucht bei Zillis, nein, der geplante Übernachtungsplatz in Thusis verriet uns erst bei der abendlichen Ankunft, dass er z. Zt. erst gebaut wird ...



Außerdem lernten wir , dass unser Womo problemlos durch Unterführungen passt, die mit 3 m Höhe ausgeschildert sind (ausgestiegen und geguckt, ob es passt, bin ich aber doch ...), wir durchfuhren enge, einspurige Tunnel in der Nähe der Cinque Terre, Lastwagen, Gespanne und andere größere Fahrzeuge durften erst gar nicht einfahren, aber von Womos stand da nix, also Augen (zu) auf und durch!
Die Überfahrt nach Olbia war zum Glück extrem ruhig, also für alle Reisenden gut zu ertragen. Gelernt haben wir auch, dass die Vorschriften was Hunde auf der Fähre betrifft in der Theorie zwar sehr eng gefasst sind, in der Praxis aber durchaus akzeptable Spielräume existieren, sprich Aki blieb einfach die ganze Zeit bei uns in der Kabine :).

Der erste Campingplatz bei Palau liegt direkt an der Felsküste, wunderbare Aussicht aus dem Fenster auf das blaue Meer und vorgelagerte Inselchen, hier bleiben wir jetzt erstmal, entspannen, wandern, Palau erkunden. Seit gestern Nachmittag bläst ein sehr kräftiger Wind, wir haben das Womo schon umstellen müssen, damit es nicht gar zu sehr schwankt, aber die Sonne scheint, was wollen wir mehr?



Sonntag, 11. März 2012

Heimfahrt




Die Heimfahrt ließ sich zunächst anders an, als geplant. Bis Barcelona lief es noch gut, aber dann aber wurde es zunehmend stürmischer, bis wir schließlich auf der Autobahn nur noch ca. 50 km/h fahren konnten. Wir wurden dermaßen durchgeschüttelt, dass wir einen Rastplatz anfuhren und abwarten wollten. Selbst hier schaukelten die Gardinen der roten Meta heftigst hin und her, nach zwei Stunden “Seegang” fuhren wir doch weiter, aber nur bis zu einem kleinen Campingplatz in St. Cyprien. Die Dame an der Rezeption zeigte mir auf ihrem Handy, dass für die Region Windgeschwindigkeiten von ca. 100 km/h angesagt waren.... Die ganze Nacht hindurch pustete der Sturm weiter, Freitag morgen dann schwächte es sich etwas ab.
Da kann der Canigou, der höchste Berg der Pyrenäen sich noch so freundlich vor dem blauen Himmel präsentieren, den Tramunta, den Pyrenäenwind, hätte er für sich behalten können...
Am Freitag dann brachen wir früh auf, damit wir ein gutes Stück weiter in Richtung Heimat kamen.
Und wir kamen auch gut voran, so gut, dass wir abends auf den gleichen Stellplatz rollen konnten , der auch den Anfang dieser Tour gemacht hatte: der niedliche, kleine, ummauerte Platz in Marsannay la Côte, südlich von Dijon.
Von hier aus war es dann am Samstag nicht mehr ganz so weit nach Hause, so dass Stefan pünktlich zur Sportschau wieder daheim war...;-)
Das wunderschöne Frühlingswetter, dass uns die ganze Zeit begleitet hatte, ist uns leider irgendwo in Frankreich abhanden gekommen, wir haben die blühenden Bäume aber schon gesehen, nicht mehr lange, dann sieht es hier bei uns auch so aus....
Diese Spanientour hat unserer roten Meta in drei Wochen und drei Tagen insgesamt 5.622 km mehr auf dem Tacho beschert, und ich hab so zwischendurch und nebenbei zwei Paar Socken fertig gekriegt, das dritte Paar muss ich jetzt zu Hause zu Ende stricken.
Es war eine schöne, manchmal anstrengende, aber in jedem Fall abwechslungsreiche Reise, viele nette Leute getroffen, Spaß gehabt, was wollen wir mehr?
Und wie es immer so ist: nach der Reise ist vor der Reise - die Fähre nach Sardinien ist schon gebucht.....

Mittwoch, 7. März 2012

Eigentlich.....



..... hatten wir den Platz “Vilanova Park” nur aus unserem Campingführer ausgewählt als Übernachtungsplatz auf dem Weg zurück nach Norden, eine riesige Ferienanlage, vertreten sind alle namhaften Veranstalter wie Vacansoleil, Eurocamp etc., in der Hochsaison bestimmt brechend voll, im Moment aber nur gut belegt mit hier überwinternden Rentnern, hauptsächlich aus Großbritannien, Holland, Dänemark, Frankreich und wenigen Deutschen.
Aber dann - gingen wir am Tag der Ankunft abends ins Restaurant, weil dort bei Verzehr (und  eine Tasse Kaffee oder ein Getränk reicht da schon) eine Stunde WiFi gratis ist. Nachdem wir also online gewesen waren, sprach uns unser Tischnachbar (ein Engländer) an, ob wir nicht zum Bingo bleiben wollten. Unser Einwand, wir wüssten eigentlich gar nicht, wie das geht, da wir zwar schon von Bingo gehört bzw. es bei Mr. Bean gesehen, aber noch nie gespielt hätten, wurde direkt zunichte gemacht, er würde uns das schon erklären, in zwei Minuten hätten wir alles verstanden. Gesagt, getan, also saßen wir mit unseren Bingokarten neben vielen weiteren Briten und einigen Niederländern und Dänen, und starrten auf die per Computer ausgewählten Zahlen auf dem Bildschirm. Erste Runde nix, nur dazu gelernt, zweite Runde: Tischnachbar Mike gewinnt das Full House, also alle Zahlen auf der Karte! Wunderbar, nächste Runde - Stefan gewinnt das Full House! Und der Gewinn für beide: Green Fee auf dem nahen 18-Loch-Golfplatz! Mike als passionierter Golfer freute sich sehr, Stefan zweifelte noch, aber dann entschlossen wir uns spontan, den Aufenthalt hier bis Donnerstag zu verlängern! Mike bot sofort an, Stefan am Mittwoch morgen mit zum Golfplatz zu nehmen und seinen Gewinn gleichzeitig einzulösen!
Also richteten wir uns hier häuslich ein, wanderten am Dienstag morgen nach Vilanova und zurück (drei Stunden!), gingen abends in den hier kostenlos angebotenen Spanisch-Unterricht (der Platz hier ist eben für Winterflüchtlinge ausgelegt, mit uns waren ca. 70 Leute im Unterricht, alle hochmotiviert und ausgestattet mit Schreibzeug.....), und heute morgen war es dann soweit: Stefan und Mike starteten ihre Golfrunde, ich durfte den Caddie spielen. War ein höchst amüsanter Vormittag, zum Glück sah Mike die Sache nicht so verbissen, lieh die Schläger seiner Ausrüstung und den Ball an Stefan aus, und so hatten wir ziemlichen Spaß draußen auf dem Grün!
Leider, leider müssen wir morgen dann aber doch weiterfahren, die Heimat rückt wieder näher....aber heute abend ist im Restaurant erstmal Fussball gucken angesagt - CL Barcelona-Leverkusen!

Sonntag, 4. März 2012

Sierra Nevada und Valencia








Natürlich wollten wir uns auch die Sierra Nevada nicht entgehen lassen, also hieß es am Donnerstag für uns: Ab in die Berge! Wir schraubten uns kilometerlange Serpentinenstraßen hoch bis zum Bergdorf Trevelez, dem Schinkendorf! Trevelez ist (wie eigentlich alle Dörfer hier) bekannt für die luftgetrockneten Schinken, die hier in der Bergluft  während der Trocknung ein gutes Aroma  erreichen.
Nach diesem Ausflug in die schneebedeckte Sierra Nevada war es für uns aber leider schon wieder Zeit, den Weg in Richtung Norden einzuschlagen.
Auf dem Weg nach Valencia verließ uns das bisherige Traumwetter, es schüttete wie aus Eimern. Kurz vor dem Campingplatz in El Saler aber riss die Wolkendecke wieder auf, und als wir auf dem Platz standen, konnten wir uns sogar in die Sonne setzen und einen schönen Strandspaziergang mit Akino machen, na, wer sagt’s denn!
Samstag morgen brachen wir dann mit dem Bus nach Valencia auf. Erst ein wenig zu Fuß durch diese wunderschöne Stadt, dann mit dem Sightseeingbus die Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Danach natürlich in die Markthalle, eine wunderschöne, große Halle, mit allem, was man gerne einkauft: Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst, Brot.... wirklich sehenswert!
Dieser Samstag war der Beginn der "Fallas" in Valencia, deshalb fand auf dem Platz vor dem Rathaus ein Feuerwerk statt - mittags um 2! Wir hatten die Menschenmenge gesehen (und viele in traditionelle Trachten gekleidete Frauen), die sich hinter den Absperrungen versammelte, also blieben wir auch stehen, um zuzusehen. Nach endlosem Warten war es dann soweit: das Feuerwerk war nicht so sehr was für’s Auge (wie auch bei strahlendem Sonnenschein am Mittag), sondern mehr für die Ohren - es war höllisch laut, ein Riesenböller nach dem anderen knallte los, alle hatten Spaß, und schnell war es vorbei, die Menschenmenge löste sich wieder auf.
Die Zeit verging wie im Flug, wir fuhren zurück zum Platz, damit ich einen längeren Spaziergang mit Aki machen konnte. Dann aber zog es uns nochmal in die Stadt, wir wollten noch die andere Hälfte der Stadtrundfahrt, in Richtung Hafen und futuristische “Stadt der Künste und der Wissenschaften” machen.
Auch der Stadtbummel der im Dunkeln hell erleuchteten und natürlich noch dicht mit Menschen gefüllten Stadt war herrlich.
Endlich haben wir heute auch mal Churros gegessen, und dazu nicht die sonst übliche  flüssige Schokolade getrunken, sondern eine Spezialität aus Valencia: Horchata, eine Erdmandelmilch - sehr lecker!
Am zweiten Tag in Valencia besuchten wir die “Ciudad de las Artes y las Ciencias”, also die Stadt der Künste und der Wissenschaften. Eine gelungenes Arrangement von sehr futuristischen Bauten, ein Veranstaltungszentrum, ein Museum, eine kühne Brücke und ein Aquarium, dem wir einen Besuch abstatteten. Zuerst sahen wir eine wirklich gute Delphinshow, dann liefen wir durch verschiedene Tunnel, mal mit den Fischen des Atlantiks, dann mit tropischen und schließlich mit mediterranen Meeresbewohnern. Alles sehr schön gestaltet und informativ, nicht, dass wir nicht schon in verschiedenen Aquarien gewesen wären, Sydney und Dubai, aber dieses hier ist auch einen Besuch wert.
Schließlich bewunderten wir nochmal die Bauten, die wir im Vorbeifahren und jetzt zu Fuß so oft gesehen haben, morgen heißt es Abschied nehmen von Valencia, es geht weiter nach Norden!


                               

Mittwoch, 29. Februar 2012

Kalifenpalast







Gestern führte uns der Weg von Cordoba nach Granada durch “Olivenland”! Rechts und links der Straße Olivenbäume, soweit das Auge reichte!
Am Campingplatz angekommen, ließen wir an der Rezeption direkt die Eintrittskarten für die Alhambra reservieren, angesichts der vielen Menschen, die täglich hier hinein wollen, ist das schon ratsam.
Heute morgen dann fuhren wir mit dem Bus zunächst nach Granada, um dann in die Linie 13 umzusteigen (als unser Bus ankam, sahen wir gerade noch die Rücklichter :-( und mussten dann 40 Minuten auf den nächsten Bus warten), die uns hoch zur Alhambra brachte. Zum Glück waren die Schlangen an den Ticketschaltern nicht so lang, wir konnten ohnehin die kürzere nehmen, wir hatten ja reservierte Tickets. Mehrfach wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass man nur ja pünktlich um die bestellte Uhrzeit am Eingang zu den Palästen sein sollte, sonst würden die Karten verfallen!
Aber erstmal muss man durch die Parks wandern, um überhaupt in die Nähe der Bauwerke zu kommen. Wir hatten noch genug Zeit, uns erstmal etwas umzuschauen. Jeweils zu den Einlasszeiten wurde das Menschenknäuel vor dem Eingang der Nasriden-Paläste immer größer. Schließlich war es auch für uns Zeit, sich in die Warteschlange einzureihen, um 12 Uhr waren wir an der Reihe (zum Glück ist wohl zu dieser Jahreszeit der Andrang nicht ganz so groß, ich denke, dass das Gedränge hier an manchen Tagen noch viel schlimmer sein wird, und für heute hätten wir wohl auch nicht reservieren müssen, es waren noch genug Karten zu bekommen, aber sicher ist sicher.....)
Sehr fremdartig und beeindruckend sind diese Paläste, überreich ausgestattet mit winzigsten Ornamenten, bunten Kacheln, prächtigen Säulenhallen, Innenhöfen mit Springbrunnen, Wasserläufen und Bäumen. Zwischen den vielen Reisegruppen, Schulklassen  und Einzelreisenden wie wir schoben wir uns durch diese ganze Pracht. Wenn man bedenkt, dass heute ja eher “wenig” Menschen hier zur Besichtigung waren, ist die generalstabsmäßige Planung der Zutrittszeiten schon angebracht.
Nach dem Palastbesuch verbrachten wir noch einige Zeit in den Gärten, um dann wieder den Bus zum Campingplatz in La Zubia zu besteigen.
In Granada sahen wir dann noch mal eine wartende Menschenmenge: Die Firma Telepizza hatte den heutigen 29. Februar zum “Tag der Pizza” ausgerufen und verkaufte diese daraufhin für einen Euro - das wollten sich unglaublich viele Menschen nicht entgehen lassen - wir schon!

Montag, 27. Februar 2012

Gelungene Integration in Cordoba und "Lentijas con Chorizo"





Hier am Campingplatz in Cordoba gefällt uns vor allem seine Lage: man kann zu Fuß in die Innenstadt laufen, das nützt natürlich unserem Akino, denn in den öffentlichen Verkehrsmitteln hier in Spanien dürfen Hunde ja nicht mitfahren. Also haben wir uns nach unserer Ankunft gestern mittag erstmal einen Eindruck von der Stadt verschafft, indem wir einfach so drauflos spazierten, ohne Fotoapparat, aber mit Hund. Die Stadt war sonntäglich ruhig, also war unser Motto ohnehin: nur gucken, nicht anfassen!
Heute morgen dann brachen wir dann zu einem Touristenrundgang auf, Akino bewachte derweil das Womo ;-). Ziel war erst einmal das früher jüdische Viertel, Juderia, ein hübscher Stadtteil mit engen winkeligen Gäßchen, jeder Menge Andenkenläden, Restaurants und Tapas-Bars. Nachdem wir uns  hier ein wenig umgesehen hatten, kamen wir automatisch zum Highlight von Cordoba: der Mezquita! Ab dem 8. Jh. als 19schiffiges moslemisches Gotteshaus mit 860 Säulen im Inneren errichtet, wurde dann von Karl V. nach der christlichen Eroberung ab 1236 eine barocke Kathedrale in die Moschee integriert. Und diese Integration ist wirklich überaus gelungen. Eine imposante christliche Kirche fügt sich hier vollkommen zwischen die maurischen Säulen der Moschee, der Eindruck ist überwältigend! Wenn man z. B. in Köln diese Idee aufgegriffen und in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt hätte, dann wär die neue Moschee quasi um den Dom herum gebaut worden.....;-)
Nachdem wir bestimmt eine Dreiviertelstunde lang durch dieses gigantische Doppel-Bauwerk gegangen waren (und eigentlich lange noch nicht alles gesehen hatten), wurde es uns im Innern doch etwas kühl, also setzten wir draußen unsere Stadtbesichtigung fort, weiter ging es zur römischen Brücke, früher Teil der Via Augusta,  über den Guadalquivir, wo die Sonne und die herrschenden 26° uns wieder aufwärmten. Der Stadtbummel war noch nicht vorbei, aber den Eindruck der Mezquita konnte nun nichts mehr übertreffen.
Zurück am Womo brauchten wir dann eine Stärkung (nichts zum Aufwärmen, die Temperaturen verlangten nicht unbedingt nach diesem Eintopf), es gab Lentijas con Chorizo, Linsensuppe !

Samstag, 25. Februar 2012

Sevilla und Paella

Der Bus der Linie 132 brachte uns in 20 Minuten bis zur Stadtmitte Sevillas, der Plaza de Espana. Um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, bestiegen wir aber zunächst am  Torre del Oro, am Ufer des Guadalquivir, einen Sightseeingbus, der uns eine Stunde lang an den Sehenswürdigkeiten von Sevilla vorbeichauffierte. Danach besorgten wir uns einen Stadtplan und liefen auf eigene Faust ein wenig durch die Stadt. Absolut super war dann der Rundgang durch den Stadtteil Triana mit unserer Reiseführerin Marie, durch die engen Gässchen, wo früher die Keramikhandwerker arbeiteten (leider sind nur noch zwei übrig, die ihre handgefertigten Keramikarbeiten dort verkaufen), die Markthalle mit ihrem wunderbaren Angebot an Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, vorbei an herrlichen kleinen Tapas-Bars, bis dieser Rundgang schließlich wieder am Ufer des Guadalquivir endete.
Wir konnten aber nicht wieder aus Sevilla abfahren, ohne noch die riesige Plaza de Espana zu  besichtigen, ein eindrucksvolles Bauwerk mit ebensolchem Platz davor, frisch restauriert und wirklich beeindruckend.
Sevilla kommt zweifelsfrei mit auf die Liste der Städte, die wir gerne noch einmal besuchen wollen, dann aber mit etwas mehr Zeit!
Am Campingplatz machte sich dann der auf dieser Tour erstmals mitgeführte MRI nützlich (winke winke rüber in den Virus Culinarius!!) - wir kochten darin eine phantastische Paella, mit Huhn, Tintenfisch, Muscheln, Zwiebeln, Paprika, Tomaten und natürlich Reis, es war super lecker ;-)  !!



Freitag, 24. Februar 2012

Jerez de la Frontera



Heute verließen wir Gibraltar wieder und fuhren zunächst das kurze Stück bis Jerez de la Frontera, wo wir etwas über die Sherry-Herstellung lernen wollten. Das Haus Sandemann war auch nicht schwer zu finden, genau wie ein Parkplatz unter einem Orangenbaum, und so standen wir dann neben den alten Eichenfässern, in denen der Sherry reift. Claudia, gekleidet in den bekannten portugiesischen Umhang und den spanischen Sombrero (beides bekannt aus dem Sandemann-Logo), erklärte uns in perfektem Deutsch (kein Kunststück, sie ist Deutsche....) den Weg von der Traube bis zum Fino, Medium oder Cream Sherry. Nach dieser informativen Tour (wunderbar, wir waren eine Mini-Gruppe von drei Leuten ....) gab es noch eine Verkostung dieser drei bekannten Sorten, dazu gab es leckere Tapas, und dann konnten wir natürlich im Shop den Sherry kaufen.
Die Stadt Jerez selbst macht auf uns ebenfalls einen guten Eindruck, die Zeit reichte aber nur für einen kurzen Spaziergang und eine kleine Rundfahrt mit dem Womo, wir hoffen sehr, dass unser Weg nochmal in diese Region führen wird, dann planen wir mehr Zeit für Jerez ein.
So geht es für uns jetzt weiter, morgen wollen wir uns Sevilla ansehen.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Auf dem Affenfelsen




Nachdem wir ja gestern nur den unteren Teil von Gibraltar gesehen haben, ging es heute mit der Seilbahn hoch auf den Affenfelsen. Kaum aus der Gondel gestiegen, empfing uns auch schon der erste der doch recht großen Äffchen, und seine Kollegen turnten ebenfalls munter durch die Bergstation der Seilbahn. Nach einem kurzen Vortrag über die britische Geschichte des Felsens wanderten wir durch das Gebiet, in dem die Affen wild leben (naja, sie werden schon gefüttert, damit sie schön da bleiben, für Touristen ist aber Füttern der Tiere strengstens verboten) man soll sie auch bloß nicht anfassen, weil sie beißen.... aber was macht man, wenn einem so ein Äffchen auf die Schulter springt - ganz ohne Füttern o. ä.? Man läßt sich fotografieren und wartet, bis der Affe wieder     das Weite sucht.
Zu sehen gab es hier oben aber nicht nur Affen, auch eine wunderschöne große Tropfsteinhöhle, St. Michael`s Cave, und auf der anderen Seite der Bergstation, ca. 1,5 Std. Fußmarsch entfernt, einen Tunnel, der während der großen Belagerung im 18. Jahrhundert gegraben und im zweiten Weltkrieg noch erweitert wurde. Außerdem noch eine maurische Festung. Wir hatten nur die Bergfahrt gebucht, und so wanderten wir insgesamt ca. 4 Stunden, bis wir wieder unten waren, bei dem extremen Wind heute war das auch genug!
Und von Gibraltar haben wir jetzt zwar lange noch nicht alles, aber dann doch genug gesehen, deswegen geht die Fahrt morgen wieder weiter!        

Mittwoch, 22. Februar 2012

Malaga und - Gibraltar!!






Bisher waren wir ja auf unserem Weg nach Süden schon durch endlose Orangen- und Zitronenplantagen gefahren (besonders natürlich in der Gegend von Valencia), auch große Olivenhaine waren immer wieder zu sehen, aber hier in der Gegend von Almeria ist der Obst- und Gemüseanbau schon drastisch anders - alles ist in Plastik verpackt! Riesige Gewächshäuser sind so ausgedehnt aufgebaut, dass kein Fleckchen Erde mehr dazwischen frei bleibt, die gesamte Landschaft ist quasi Christo-mäßig verhüllt! Zum Meer hin erkennt man ab und zu ein kleines Fischerdörfchen, auch größere Ansiedlungen, aber ansonsten Plastik soweit das Auge reicht, selbst in den höher gelegenen Regionen ist das winzigste Plateau mit weißen Kunststoffdächern bedeckt, irgendwie macht das keinen Appetit auf frisches Gemüse.....
In Malaga dann machten wir eine kleine Stadtrundfahrt mit unserem Womo und fuhren dann hinauf zum Castillo de Gibralfaro, von wo aus wir herrliche Aussicht auf die Stadt, den Hafen und die Umgebung hatten. Leider durfte Akino nicht mit ins Castillo, da das Womo aber im Schatten stand, konnte er es dort gut aushalten.
Schließlich hatten wir auch alles gesehen und fuhren weiter zum Übernachtungsplatz in der Gegend von Marbella.

Heute morgen ging es weiter in Richtung Gibraltar, wir kamen mittags dort an, stellten das Womo auf einem großen Parkplatz ab, auf dem schon viele andere Womos standen, und machten uns auf den Weg über die Grenze nach Gibraltar. Zunächst muss man zu Fuß das Rollfeld des Flughafens von Gibraltar überqueren (zum Glück wird abgesperrt, wenn eine Maschine starten oder landen will ....), dann erreicht man schon die Bushaltestelle, und dort stiegen wir in die Linie 2, die uns erstmal eine (kostenlose!) Rundfahrt bis zum Europa Point bzw. dem Leuchtturm bot.
Zurück in der Stadtmitte haben wir dann Fish & Chips gegessen, es ist absolut unglaublich, wie sehr britisch es hier ist! Die roten Telefonhäuschen sind da, ebenso die Briefkästen, das Essen haben wir in einem ziemlich authentischen Pub genossen, und bezahlt wird natürlich in Pfund - zum Glück wird auch Euro akzeptiert, umgetauscht haben wir nämlich nichts.

Heute bleiben wir noch hier, mal sehen, wie morgen die britische Besichtigungstour während unserer Spanienreise weitergeht! ;-)