



Der Bahnhof von Pompeji ist genau wie die Ausgrabungsstätten nur einen Steinwurf von unserem “Campeggio Zeus” entfernt (und hatten wir in Australien “Camping under Koalas”, dann ist das hier “Camping under Oranges”, wir stehen nämlich mitten in einem Orangenhain, die Bäume rund um unser Womo hängen voll mit Orangen und auch Zitronen). So machten wir uns also heute morgen per Bahn auf nach Neapel. Am Bahnhof an der Piazza Garibaldi (mit Statue des gleichnamigen Herrn) umfing uns direkt das pralle neapolitanische Leben, Menschen über Menschen, und ein Stück weiter in Richtung Hafen sahen wir dann Stadtteile, die nicht unbedingt als schön zu bezeichnen wären. Hinter dem Castel Nuovo jedoch, rund um die Galeria Umberto, gefiel es uns dann aber ausgesprochen gut: winzige, malerische Gäßchen, natürlich jeder Balkon (und den gibt es fast vor jedem Fenster) voll mit Wäsche, Gemüse- und Obstkisten vor den Läden, eine Schneiderei im Souterrain eines Hauses (ich durfte die Herren Schneider bei der Arbeit fotografieren), das pralle Leben eben.
Wir fanden zur Mittagszeit eine nette kleine Pizzeria, auch im Souterrain gelegen, wo ich dann eine original neapolitanische Pizza Margherita bekam (mit Büffelmozzarella, sehr lecker) und Stefan hausgemachte Nudeln mit Venusmuscheln.
So gestärkt wanderten wir weiter durch die wuselige Stadt - lernten bald, dass Ampeln nur Straßenschmuck darstellen, keinesfalls aber verkehrsregelnd wirken und gingen dann auch, genau wie die anderen, einfach durch die Auto- und Vespaschwärme hindurch über die Straßen, egal ob die Fußgängerampel rot oder grün oder gar nichts anzeigte....
An den Auslagen der Geschäfte sehen wir auch, dass bald Ostern ist - das Osterei auf dem Foto oben links gefiel uns gut, aber wir nahmen es nicht mit, erstens war es uns teuer (380,00 Euro) und zweitens wäre es so schwer zu verstecken gewesen....
Da unsere Tageskarte der Bahn auch für die Busse in Neapel gültig war, nahmen wir noch den Bus, um wieder zur Piazza Garibaldi zurückzukehren, und schließlich saßen wir wieder in unserem Zug zurück nach Pompeji.
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